Samstag, Oktober 21, 2006

Zahlen sind keine festen Größen in der Geometrie

Jawohl. So ist es. Zahlen in der Geometrie sind keine festen Größen. Das bedeutet, wenn wir z.B. ein Rechteck haben von 7cm länge und 5cm breite, so sagen diese Zahlen über die Größe des Rechteckes überhaupt nichs aus. Genau wie die Zahl der Fläche in diesem Falle 35cm² nichts über die wirkliche größe der Fläche aussagt. Warum sagen zahlen nichts über die Größe einer Seite oder die Zahl einer Fläche nichts aus ?
Das ist so, weil wir die Seiten einfach mit einem Platzhalter bezeichnen. In diesem Falle bezeichnen wir die eine seite mit 5 und die andere seite mit 7. Genausk önnten wir diese Seiten auch mit 10 und 12 bezeichnen und genau die gleiche Länge und Breite meinen wie mit 7 und 5. So wie wir auch für einen Baum andere Wörter verwenden können als nur "Baum", so können wir genauso gut, Zahlen durch andere Zahlen ersetzen, die genau das gleiche meinen wie die vorherige Zahl. Zahlen sind daher nichts absolutes. Sie sind relativ zumindest in der Rubrik Geometrie. Wir lesen das Rechteck ist 5cm lang und 7cm breit und sofort erscheint vor unserem geistigen Auge ein Rechteck in der ungefähren größe wie hier angegeben. Wir hätten nun andere Zahlen einsetzen können, die genau das gleiche Vorstellungsbild erscheinen lässt. Zahlen in der Geometrie sind Platzhalter für unbekannte größen. Es wird versucht, das Unbekannte bekannt zu machen, was natürlich nicht geht. Entweder es ist bekannt oder nicht bekannt. Trotzdem hat Geometrie natürlich seinen Sinn.

Genau das gleiche, was ich hier sage, wird im Buddhismus mit Maya ausgesagt. Maya wird manchmal mit Illusion übersetzt, stimmt aber nicht ganz. Maya heisst Maß. Alles messen ist Illusion. Alles, was ausgemessen wird, sagt nichts über das was ausgemessen wurde über seine Größe aus. Es ist unbekannt. Wir können dazu nichts sagen.

Freitag, Oktober 13, 2006

Samstag, September 09, 2006

Meine Klugheit die keine ist

Ich bin niemand, der seine Klugheit (die keine ist), nach aussen kehrt. Ich meine damit einfach, dass ich Leuten mein Wissen nicht teile, es sei denn, jemand fragt mich danach, dann sag ich ihm alles, was ich "weiss", über das, was ich gefragt wurde.

Nun wurde ich mehreremale schon in der Schule angesprochen, dass ich zu intelligent für die Klasse sei, oder dass ich ein wandelndes Lexikon bin. Im Jugendhaus hat mich gestern jemand angesprochen, der bemerkt hat, dass ich eigentlich viel mehr weiss, als ich sage und er hat recht. Denn, wie vorher schon gesagt, sage ich die Dinge nur, wenn man sie mich explizit fragt. Ich bin sehr vorsichtig mit meinem "Wissen" und deswegen sage ich meistens nicht viel. Und weil ich eben normalerweise nicht viel sage und von meiner "Klugheit" nicht viel herüberkommt, verwundert es mich, dass die Leute das bemerken, dass ich "klug" bin. Ich will eigentlich gar nicht klug wirken, weil ich nicht klug bin. Ich weiss viel, aber eigentlich weiss ich nichts.

Gestern im Jugendhaus fragte mich wer, worüber ich nicht viel rede, weil ich sagte, dass es keiner verstehen würde. Ich sagte ihm, dass dies die Frage "Wer bin ich?" ist. Die Antwort darauf, die nicht zu verstehen ist. Ich wollte ihm diese Antwort geben, aber ich weiss, dass dies nicht geht und es ist sehr deprimierend, wenn man jemandem etwas geben will, aber man kann es einfach nicht.

Dienstag, September 05, 2006

Praktikum

Ich arbeite jetzt seit gut einem Monat in einem Jugendhaus als Praktikant. Einige Dinge beschäftigen mich, auch wenn manche Dinge trivial erscheinen.

1. Jemand hat ein Sandwich bestellt und ich habe den Käse den Toast und die Salami für das Sandwich aus dem Kühlschrank geholt. G. kommt daher und fragt mich, ob wir nich noch angebrochenen Käse hätten, worauf ich dies verneint habe. (Ich hab im Kühlschrank natürlich nur nach der Verpackung gescannt und die war weg. War 2x der gleiche Käse in der gleichen Verpackung.) Der Käse war in einer Art Tupperdose (woher soll ich das wissen?Und die war auch nicht durchsichtig.) G. meinte zu mir, dass ich so etwas doch sehen müsse! Ich hatte Stunden vorher schon bemerkt, dass wir kein Sprudelwasser mehr hatten. G. hat das überhaupt nicht bemerkt. Ich hab auch niemandem gesagt, dass wir Wasser bräuchten. Und jetzt frag ich mich natürlich, ob G. überhuapt in der Position ist, mir zu sagen, dass ich doch genau schauen sollte, wenn sie selbst unfähig ist, zu sehen, dass der Sprudel alle ist und das ist nicht verdeckt oder schwer zu sehen. (Genau genommen hätte ich den ganzen Kühlschrank durchsuchen müssen, um zu schauen, ob da irgendwo noch angebrochener Käse herumliegt.)

2. Das Jugendhaus scheint Wert auf einen (guten) Ruf zu legen. Es ist traurig zu sehen, dass auch hier wieder das Image wichtiger ist, als die Leute die darin arbeiten. Sowas habe ich nicht erwartet. Nicht in einem Haus wo ein Sozialarbeiter arbeitet, wo der Mensch eigentlich die wichtigste Rolle einnehmen sollte. Es erinnert mich an den Film American Beauty wo Carolyn sagt "one must project an image of success." Und da ist der J. dann auch schon im Konflikt im Krieg. Er muss schauen, dass jeder Arbeiter dem Ruf nicht schadet bzw den guten Ruf aufrecht erhält.
Wozu ist der gute Ruf wichtig ? Mir scheint, der Ruf ist wichtig, damit die Leute kommen und Dinge kaufen. Ich glaube, es geht nur um Geld. Ich glaube, der gute Ruf muss wegen Geld aufrechterhalten werden. Mir könnte das hier alles ziemlich egal sein, nur zieht mich J. automatisch in seine Idealvorstellung (aufrechterhaltung des guten rufes) hinein. Er überfällt mich sozusagen mit seinem Ideal und beraubt mich meiner Individualität. Er zwingt mir etwas auf. Ja, er wendet psychische Gewalt an. Sowas würde man von einem Sozialarbeiter wohl nicht erwarten, jedenfalls nicht ich.

Das sind erstmal die zwei Dinge, die mich im Moment am meisten beschäftigen.

Donnerstag, August 17, 2006

Kapitulation

Hat mein Leben einen Sinn ? Hat das Leben einen Sinn ? Sind diese Frage zu beantworten ? Beantworten kann man diese Fragen nicht. Denn die Frage ist genau dann beantwortet, wenn man die Frage nicht mehr stellt, nicht mehr zu stellen braucht.
Die Frage erlischt, wenn das Denken aufhört.

Ich kapituliere vor dem Sein und "gehe" in die Leere ein, zumindest für diesen Moment.

Freitag, August 11, 2006

Das eigene Auge kann sich selbst nicht sehen

Ja, was bedeutet das eigentlich ? Früher dachte ich immer, "OK, das eigene Auge kann sich selbst nicht sehen, ist ja auch vollkommen logisch, also kann man darüber auch keine Aussage machen." Was mir aber erst letztens aufgefallen ist, dass man eben, weil man es überhaupt nicht weiss, alles behaupten kann! Man kann behaupten, dass man einen eigenen freiwn Willen hat, man kann behaupten, dass alles prädestiniert ist (also keinen eigenen willen), man kann behaupten, dass es ein Ich gibt und man kann behaupten, dass es kein Ich gibt, kurz gesagt, man kann alles behaupten, aber der Punkt ist, dass weder das eine noch das andere richtiger oder falscher ist. Alle annahmen sind berechtigt, aber man kann alle Annahmen nicht verifizieren.

Der immerwiederkehrende Fall in die Leere

Ja, die Leere ist nichts besonderes, wenn man immer wieder in sie hineinfällt. Die Leere ist wie ein Sog und die Gedanken sind es die sich diesem Sog entziehen wollen.
Je mehr man das sieht, umso schwerer ist es natürlich vor der Leere zu flüchten, aber ich flüchte nicht mehr sonderlich vor der Leere. Ich müsste auch bessere und intelligentere Fluchtmöglichkeiten entwickeln vor der Leere, um es nicht zu bemerken, dass ich vor ihr fliehe. Das ist ja auch eben der Punkt. Wer die Leere nicht akzeptiert, also vor ihr flüchtet, baut sich permanente Muster auf, die das ganze Leben bleiben. Es ist ein festhalten an die Permanenz und gleichzeitig der Beweis vor der Angst vor dem Tod. Wer in der Leere verweilt stirbt ständig und wird immer wieder neugeboren.

Montag, August 07, 2006

Ein schöner Abend um zu sterben

Der titel ist keinesfalls ironisch gemeint. Er ist genauso gemeint, wie er dort steht. Man mag sich nun fragen, warum es denn schön sein soll zu sterben und ich meine nicht irgendeinen Selbstmord, sondern ganz einfach, falls ich heute abend sterben sollte, (ok die wahrscheinlichkeit ist sehr gering, aber sie besteht), dann würde ich solange dies möglich ist, mit einem Lächeln im Gesicht sterben. Bisher habe ich nur einen Menschen gesehen, der mit einem Lächeln im Gesicht gestorben ist, na gut gestorben kann man nicht sagen, weil er wurde von hinten umgebracht, hatte also nicht wirklich einen Sterbeprozess hinter sich. Diese Szene hat mich immer wieder beschäftigt, ganz einfach deshalb, weil der, der mit einem Lächeln im Gesicht stirbt, ganz einfach fröhlich stirbt. Genau. Kurz vor seinem Moment, wo er stirbt, lächelt er. Gibt es etwas, was kostbarer ist, als mit einem ehrlichen Lächeln im Gesicht, zu sterben ? Warum ich das hier jetzt überhaupt schreibe, ist, weil heute für mich so ein Tag wär, lächelnd zu sterben.

Sonntag, Juli 30, 2006

Gedankenecho

In letzter Zeit bemerke ich immer wieder, wie Dinge, die ich mal gelesen habe irgendwo, oder gehört habe irgendwo, sich in Gedanken ständig wiederholen. Ja, ich bermeke das. Interessant wäre zu wissen, ob die anderen das merken oder sich dann mit fremden Gedankengut identifizieren? Naja, das soll jetzt nicht mein Problem sein.
Ich finde es nur sehr interessant, dass sich die Gedanken von anderen Leuten sich so leicht in meinen Kopf einnisten und ich diese Gedanken dann auch automatisch denke.

Für mich ist das Gedächtnis nun eher wie ein Eimer ohne irgendeinen Schutz. Jeder kann da seine Gedanken hineinschmeissen, ob man diese Gedanken dann zulässt ist eine andere Frage. Es gibt ja einen Schutz dagegen, Gedanken in sein Bewusstsein zu lassen und ist ja allgemein als Unterbewusstsein bekannt, aber sei es, wie es sein soll, die Gedanken nisten sich ein ohne Probleme und können dann etwas bewirken in einem.

Samstag, Juli 15, 2006

krankhafte Objektivierung

In letzter Zeit versuche ich ständig das Sein zu objektivieren, zu einem Objekt in meinem Bewusstsein zu machen und ich tue das total krampfhaft, auch wenn ich die Sinnlosigkeit dieses Unterfangens erkenne, denn sobald ich das Sein zu einem Objekt in meinem Bewusstsein mache, ist es nicht mehr das Sein, aber genau das versuche ich ja zu begreifen zu ergründen, aber um etwas begreifen zu können oder ergründen zu können, brauch ich ein Ding, um es zu ergründen oder zu begreifen, aber sobal ich eben das Sein zu einem Ding mache, ist es eben nicht mehr das Sein und ich kann mir das Begreifen und die Ergründung sparen (eigentlich). Nichtsdestotrotz erwische ich mich selbst immer wieder dabei das Sein zu ergründen mit dem denken.

Jetzt gerade denke ich dann auch, dass selbst die objektivierung des Seins in meinem denken, natürlich das Sein selbst ist oder zum Sein, aber sobald ich darüber schreibe wie jetzt, hab ich es direkt wieder zu einem Objekt gemacht und hab das Sein wieder verfehlt.

Es ist halt einfach total sinnlos über das Sein nachzudenken.

Montag, Juni 26, 2006

Der erste Reinigungsprozess

Mit dem Wort Reinigungsprozess hab ich es zwar nicht so, weil ich damit komische Dinge verbinde, aber ich kenne keine besseres Wort, was das beschreibt.

Als ich heute morgen aufgewacht bin, fühlte ich in mir mal wieder einen Kampf und einen inneren Druck. Schon lange habe ich das gefühl, während ich schlafe, innerlich mit mir zu kämpfen. Autoritäre Personen in mir. Ich verfolge schon länger innere Dialoge solcher Art a: "Du liebst sie nicht" b: "doch doch du liebst sie" (der autoritäre) a: "Warum liebst du sie ?" b: "weil sie dich anerkennt, sich mit dir beschäftigt, sich für dich interessiert" a: "Aber ist das nicht alles das, was mein Vater mir nicht gegeben hat ?" b: "ja, so ist es"

Ich habe mir einfach fragen gestellt, gedanklich und bekam diese Antworten. Natürlich habe ich vorher darüber schon nachgedacht und bin vorher schon zu diesen Schlussfolgerungen (antworten) gekommen und doch haben diese inneren Dialoge eine andere Qualität, wenn man den gedanken freien lauf lässt, die Leine loslässt, und die Gedanken einfach so fließen, also ohne das denken in eine bestimmte Richtung zu lenken und diese Antworten dann immer noch kommen.

Irgendwann dann, passierte das, was passieren musste. Ich habe geheult und das 45minuten lang und es hat bis jetzt nicht wirklich aufgehört. Manhcmal vor dem heulen waren meine Lippen zu einem lächeln geformt, auch habe ich während ich geheult habe gelacht. Auch kam, als ich geheult habe der Konbtrollierer ins Spiel, der das Heulen in eine bestimmte Richtung lenken wollte. Es floss eine ungeheure Energie durch meine Beine. Ich dachte erst sie wären eingeschlafen, aber da war kein Gefühl von Taubheit. Es war pure Energie. Warum hat man Rotze in der Nase, wenn man weint ? Ganz einfach, weil dadurch der Rotz endlich herauskommt, der vorher drin war (übertragen auf die psychologische "ebene"). Ich erinnere mich, als ich das erste mal meditiert habe. Da hab ich auch geweint. Vergleichbar mit einem Krug der voller Wasser ist und dann überläuft. Nur das was übergelaufen ist, habe ich da rausgelassen, aber nicht den gesamten Inhalt des Kruges. Heute habe ich richtig geheult, der Krug ist vermute ich immer noch nicht leer, aber das ist ein guter Anfang. Warum ich geheult habe weiss ich nicht. Das Weinen ist auf einmal in mir explodiert. Einen anderen Ausdruck habe ich dafür nicht. Mag sein, dass die Gedanken, die ich oben beschrieben habe, damit was zu tun haben. Es kann auch sein, dass dieser innere Druck dem ich in letzter Zeit viel mehr aufmerksamkeit geschenkt habe, als sonst, der Auslöser ist, oder vielleicht ist auch der innere Druck und auch diese Gedankengänge verantwortlich dafür. Diesen inneren Druck habe ich schon seit jahren glaube ich, auf jedenfall schon sehr sehr lange. Im Moment fühlt es sich so an, als ob sich die Spannungen dieser Druck, der im Solarplexus bereich ist, sich etwas entspannt hat, aber es ist zu früh, jetzt darüber schon irgendetwas auszusagen.

Samstag, Juni 24, 2006

über die Eifersucht

Eifersucht zeichnet sich durch Kontrolle und Besitztum aus. Nur, was man besitzt, kann man kontrollieren. Ein Mann, der seiner Frau nicht erlaubt, in Discos zu gehen, oder andere solcher Verbote aufdrückt, kontrolliert ganz klar die Frau und übt natürlich auch einen gewissen Besitzanspruch auf sie aus. Die Angst, die sich hierhinter verbirgt, ist, dass man die Frau (für immer?) verlieren wird. Sie wird in Discos vielleicht andere Männer kennenlernen und sich in diese "verlieben". Um das vorzubeugen stellt man dann einfach ein Verbot auf, dass man nicht in Discos darf oder nur dann, wenn der Partner dabei ist, um eben auch dann eingreifen zu können, wenn es brenzlig wird.

Mittwoch, Juni 21, 2006

Gespräch mit meiner Mutter

Ich hab gestern noch mit meiner Mutter über die Beziehung zwischen mir und meinem Vater geredet. Dabei kam folgendes dann heraus:

1. Vom 3. bis zum 7. Lebensalter, wo ich in den Kindergarten wohl ging, war ich sowieso immer im Bett bevor mein Vater kam, aber schon da hatte er eine unausgesprochene Regel, die da hieß, dass er sich erst einmal eine Stunde ausruhen muss.

2. Als ich dann mit 7 eingeschult wurde, war ich dann wohl noch wach während mein Vater nach hause kam, aber er brauchte natürlich eine Stunde Ruhe.

3. Meine Mutter hat selbst gesagt, dass sich mein Vater um mich fast gar nicht gekümmert hat, so wie ich es in vorherigen Einträgen beschrieben habe.

4. Meine Mutter hat bewusst, wie sie sagt, die Vaterfunktion übernommen. Ich weiss nicht, was sie darunter versteht, als ich sie darauf angesprochen hatte, meinte sie so sachen wie "mit dir Fussball spielen."


Da der Tarot ja sehr viel mit Psychologie zu tun hat, habe ich mir die Karte 4 also den Herrscher angeschaut, um etwas darüber heruaszufinden, was die Vaterfunktion sein könnte und ich kam auch auf die Idee das es etwas mit dem Erlauben zu tun haben kann, was ich allgemein herausgelesen habe sind diese Dinge:

Die Vaterfunktion ist die Rolle der Regelsetzung oder der Verordnung, des erlaubens und des verbietens. Einer Struktur einer Ordnung auch die Hierarchie. Das darf natürlich niemals überhand gewinnen, weil sonst, so wie es auf der Tarotkarte deutlich zu sehen ist, Lebensfeindlich ist/wird.

Wenn ich jetzt anschaue, wie toll ich das finde, wenn mein Vater mir etwas erlaubt, dann macht es sinn davon zu reden, dass er diese Funktion anscheinend jetzt übernimmt, wohl aber eher unbewusst und auch nur weil ich Dinge audführen möchte, wie ins Internet gehen oder einen Telefonanruf machen. Es gibt keine anderen weiteren Dinge, zwischen meinem Vater und mir, wo er mir etwas erlaubt oder verbietet. Die Vaterfunktion spielt sich sozusagen wortwörtlich zwischen Internet und Telefon ab. Da ich natürlich auch sehr selten bei meinem Vater bin, frage ich mich auch ob das überhaupt etwas bringt (also die vaterfunktion) und die weitere Frage, die sich mir stellt, ist, ob ich nicht eine Ersatz-Vater-Funktion suche oder schon eine Ersatz-Vater-Funktion gefunden habe und ich es nur nicht weiss.

Dienstag, Juni 20, 2006

Die Freude über die kleinen Dinge

In Verbindung mit der Bewusstwerdung der Abweisungen meines Vaters, erkannte ich ein Muster, falls es dann eins ist, zumindest spielt sich die Sache heute noch genauso ab wie früher. Denn, wenn mein Vater mal was mit mir gemacht hat, dann fand ich das natürlich super-duper toll. Es war die tollste Sache der Welt. Ich habe mich so gefreut. "Endlich interessiert sich mein Vater für mich", sagte die Hoffnung, aber das hielt nicht lange an, auch versprechen zu mir hat mein Vater immer wieder gebrochen, Versprechungen, wo es darum ging, dass er mit mir spielen wird oder was mit mir unternehmen wird.

Wenn heute mein Vater irgendetwas macht, für mich, sei es noch so geringfügig, dann freue ich mich total darüber. Er macht auch heute immer noch sehr wenig für mich. Meine Mutter, die eigentlich fast alles für mich gemacht hat, besonders dann, als sich meine Eltern getrennt haben, versteht das dann gar nicht, weil ich mich über die Sachen, die meine Mutter für mich tut, gar nicht so sehr freue und sie tut soviel für mich. Ich habe das meiner Mutter auch schon erklärt, warum das so ist, nämlich so wie ich es jetzt hier niedergeschrieben habe.

Mir kam gerade noch ein Gedanke. Wenn mein Vater mir etwas erlaubt zB. im Internet zu surfen, dann freue ich mich auch total oder wenn ich irgendwo anrufen darf. (Das sind alles so kleine Dinge die auch nicht viel Geld kosten, also eigentlich kein Thema sein sollten) Das deutet meines erachtens daraufhin, dass mein Vater mir wohl früher nicht wirklich viel erlaubt hat, aber mein Vater war ja auch fast nie da. Merkwürdig. Meine Mutter kann mir hier sicherlich mehr drüber sagen.

Ursachenforschung oder Kindheitsforschung oder Vergangenheitsforschung

Gewisse Dinge, die ich aus meiner Kindheit einfach nicht mehr weiss, oder vielleicht auch einfach zu sehr verdrängt habe, bedürfen einer Person, in diesem Falle meine Mutter, die mir über meine Kindheit mehr Auskunft geben können, eben zB. auch, wenn es um die permamenten Abweisungen meines Vaters geht. Ich weiss in der Tat nicht mehr, was meine Mutter dazu gesagt hat, oder wie sie sich verhalten hat und ob sie das überhaupt mitbekommen hat. Mein Vater war gewöhnlich arbeiten. Er hatte eigentlich nur Sonntag einen freien Tag. Abends in der Woche, wenn er nach Hause kam, lag ich schon im Bett. Die Abweisungen dürfte ich also meistens an einem Sonntag erfahren haben. Ich wollte schon öfter mit meiner Mutter über meine Kindheit reden, über Gewisse Dinge, die ich alleine nicht erhellen konnte, weil mir einfach das Wissen über die Vergangenheit dazu fehlt. Mir fehlen die notwendigen Verbindungen und deswegen habe ich das Bedürfnis mit meiner Mutter darüber zu sprechen. Bisher habe ich mit meiner Mutter noch nie über so etwas gesprochen, obwohl das Bedürfnis schon da ist und ich weiss, dass ich da auch vermutlich gar nicht drum herum komme, es sei denn ich weiss auf einmal wieder, was in meiner Kindheit so alles passiert ist. Es fällt mir einfach schwer diese Dinge vor meiner Mutter auszusprechen. Denn dann werden auch vermutlich Fehler an die Oberfläche kommen, die meine Mutter gemacht hat, und was ich auch vermute, ist, dass mir meine Mutter nicht die ganze Wahrheit sagen wird. Das alles hält mich davon ab mit meiner Mutter über wirklich für mich wichtige Dinge zu reden, aber der Zeitpunkt wird kommen, wo ich dies tun werde. Ich kann gar nichts anders.

Montag, Juni 19, 2006

Die wohlmögliche Ursache eines Zwangs

Heute, als ich im Kindergarten war, kam wieder ein Gedankenstrang, den ich als eine mögliche Ursache meines Kontrollzwanges sehe, zumindest hat er dazu beigetragen. Ich erinnerte mich, wie mein Vater zu mir gesagt hat "Nerv mich nicht" immer und immer wieder. Mein Vater hatte kein Interesse an mir, wie es scheint und alle meine Versuche schlugen fehl, um seine Aufmerksamkeit zu erregen. Ich wollte zB. einfach nur mit ihm Zeit verbringen mit ihm spielen, stattdessen hörte ich "nerv mich nicht" und "hab keine zeit". Also alles nur Abweisungen. Damit mein Vater wenigstens nicht auf mich böse ist/war, dass wurde er nämlich, wenn ich immer mehr gedrängt habe, dass er mit mir spielt oder sich mit mir beschäftigt, habe ich natürlich immer mehr nachgelassen, in meinen Versuchen seine Aufmerksamkeit zu erregen oder zu erhaschen. Er las lieber seine Zeitung.

Das alles steht in der Verbindung mit der Angst zu telefonieren. Der Kontrolle. Wenn ich jemanden frage, ob ich ihn anrufen kann, jetzt, und er/sie mir das ok gibt, dann kann ich auch viel leichter anrufen. Denn dann weiss ich, ich störe nicht, ich nerve nicht, ich bekomme keine Abweisung bei dem Versuch Kontakt aufzunehmen. Wenn ich aber vorher nicht weiss, ob ich vllt störe oder nerve, wenn ich anrufe, bei meinem Kontaktversuch, ja dann lass ich das anrufen wohl lieber sein, um schlimmeres zu vermeiden, genauso wie ich es anscheinend mit meinem Vater in meiner Kindheit tat.

Mittwoch, Juni 07, 2006

Ausflippen bei der Bewusstmachung des Unbewussten

Ich habe das jetzt an zwei Personen ziemlich deutlich erlebt. An mir selbst, weiss ich es nichtmal, aber vermutlich, bin ich auch schon ausgeflippt, als mir jemaand etwas bewusst gemacht hat, was ich unbewusst getan habe. Die beiden Personen sind beide nahe Familienangehörige.

Beispiel 1:

Person A sprach ich darauf an, warum sie denn den Kopf schüttle (denn es gab keinen offensichtlichen grund, warum sie mit dem kopf geschüttelt haben könnte). Als erstes war Person A noch ganz ruhig. Ich weiss nur, dass ich es mehrmals sagen musste, oder fragen musste "Warum hast du deinen Kopf geschüttelt?" Dann hat sie fürchterlich agitiert und am Schluss meinte die Person, dass man manche Dinge eben unbewusst tun würde.

Beispiel 2:

Eine Mitfahrerin von mir nimmt immer die Hand manchmal vor dem Mund. (ich dachte immer das hat damit etwas zu tun, dass sie einen gedanken denkt, ihn aber nicht denken will, deswegen diese symbolische Gebärde, ob das stimmt oder nicht, weiss ichbis heute nicht.) Also fragte ich auch sie "Warum nimmst du deine Hand vor dem Mund ?". Auch hier wieder eine überdrehte Reaktion. Mit der Zeit habe ich immer weiter gefragt und die überhebliche Reaktion ist abgeklungen. Ich bin aber trotzdem immer noch nicht schlauer daraus geworden, warum sie das tut und warum will ich das überhaupt wissen ?


Was kann man hier heraus jetzt gewinnen ?

Allem Anschein nach wollen die Leute nicht über Dinge reden, die unbewusst ablaufen und es kommt zu einer Abwehrreaktion, wenn eine äußere Quelle (wie ich), sie auf diese unbewussten Verhaltensweisen aufmerksam macht. Das unbewusste scheint nur als ein Behälter für das zu dienen, was einer nicht in seinem Bewusstsein haben möchte. Deswegen die Verbannung in das Unbewusste. Da man dies bewusst nicht haben möchte, erklärt dies auf jedenfall, warum die Personen ausflippen, wenn man sie auf unbewusste Handlungen anspricht.

Donnerstag, Juni 01, 2006

Das große Arkanuum

Diese Erkenntnis hat sich wohl wieder vollkommen unbewusst vollzogen und ist dann an die Oberfläche meines Bewusstseins gelangt. Es geht um die 22 Karten des Arkanuums.

Die Sache stellt sich so dar, dass der Magier, der die Nummer 1 trägt, ein einfacher Punkt ist (Die Idee des ichs). Auf der zweiten Karte wird dieser Punkt zu einer Linie (ist das ich geboren gibt es ein du).
Auf der Dritten Karte wird dieser Punkt zu einem Dreieck (interagieren ich und du miteinander so entsteht ein drittes neues) auf der vierten zu einem Quadrat und so weiter. All dies ist auch bildlich ganz genau - zumindest bei den Rider Waite Tarot Karten - dargestellt.

Was man hierraus allgemein entnehmen kann, ist, dass der Punkt (woher der kommt weiss keiner, denn das eigene auge kann sich selbst nicht sehen, der Punkt sieht sich erst wenn es ein du gibt), kreativ ist und es immer komplexere Geometriefiguren entstehen.

Der Punkt entspricht Kether. Ich bin, der ich bin oder Ich bin, der ich sein werde.
Die Linie entspricht Chockmah (weisheit). Das Dreieck entspricht Binah (Verstehen) und so weiter...wer mit dem kabbalististischen Lebensbaum vertraut ist, für den ist es nicht schwer die weiteren geometriefiguren zu den entsprechenden Sephiroh zuzordnen. Dadurch lösen sich fast die ganzen Rätsel der Tarotbilder.

Dienstag, Mai 30, 2006

mir fällt dazu keins ein

Es gibt erstmal zwei wichtige Sachen, die, wie mir scheint, wichtig sind zu äußern.
Zum einen war mir mal diese ganze Selbst-Erkenntnissuche total wichtig. Jemand sagte mal zu mir, dass wenn man gar nicht mehr daran denkt, dass alles was damit zu tun hat überhaupt keine relevanz mehr hätte. Ich hab das abgelehnt, aber schon da wusste ich, dass er Recht hatte. Ich scheinse das abgelehnt zu haben, weil ich das irgendwie total wichtig fand. Sowas kann man doch nicht einfach in die Ecke schieben, oder ? Selbst-Erkenntnis sowas ist doch total wichtig ? oder etwa doch nicht ??

F. schreibt in seinem Tagebuch, dass er nicht weiss, wissen kann, ob er geliebt wird oder nicht. Ich stoße da eher auf zwei Probleme.

1. Ich weiss auch nicht, ob mich wer liebt oder nicht. Ich bin wohl unfähig die Zeichen der Liebe zu erkennen ? Ich weiss es nicht oder verstehen die Leute unter Liebe etwas anderes ?
2. Ich weiss nicht, ob ich irgendejemanden Liebe und ich weiss überhaupt nicht, was Liebe ist. Manhcmal denke ich, dass ist Liebe, wenn ich bestimme (an)zeichen in mir entdecke zb.: ständig an diese person zu denken, aber dann wenn ich ein wenig darüber reflektiere, was ich als Liebe bezeihnet hatte, stelle ich fest, dass dies mit Liebe nicht allzuviel zu tun haben kann.

Was ist Liebe ?

Die Frage hab ich schonmal beantwortet. Man kommt dann automatisch zum SEIN oder So-Sein, aber das bringt mir überhaupt nichts. Das brngt mich kein Stück weiter...

Freitag, Mai 26, 2006

Urteile oder Bewertungen über Menschen

Warum Urteilen Menschen über andere Menschen ? Warum sagt zu mir zB. jemand, dass das, was ich schreibe nicht lesenswert sei ? Woher kommt das Urteil ? Was ist die Quelle des Urteils ? Wenn die Quelle 'gut' ist kommt ein gutes Urteil, wenn die quelle 'böse' ist ein schlechtes urteil. Was ist also die Basis eines jeden Urteils ?
Wer Urteilt ? Die Quelle eines jeden Urteils muss also das Ich sein. Wie kommt ein Ich auf die Idee, dass es einen anderen Menschen beurteilen kann ? Ja, das es dazu befähigt ist, andere Menschen zu beurteilen ? Wie funktioniert eine Beurteilung ? Durch irgendeinen Vergleich. Egos vergleichen sich miteinander. Der eine hat einen größeren Penis, der andere hat einen kleineren Penis. Der eine hat mehr IQ der andere hat weniger IQ. Warum dieses ganze (ab)messen ? Besonders dieses messen im psychologischem Feld. Warum misst man sich mit anderen ? Weil man so seine eigene Position findet. Weil man so sein eigenes Ich findet. Weil man so weiss, wo man steht. Weil man dann weiss, wo der Platz ist auf der Rankliste. Es geht also um das sich einordnen, durch das messen mit anderen. Dadurch kann man sich selber einordnen.
Der Vergleich hat also ganz viel mit dem Ego zu tun. Ja, der Vergleich erstellt vielleicht sogar das Ego. War erst der Vergleich dar, oder das Ego ? Wird man wohl nicht beantworten können. Fakt ist, dass der (psychologische) Vergleich dem Ego Stoff oder Material gibt, um sich selber zu definieren, sich selbst definieren zu können. Der Vergleich hat also auch wiederum viel mit dem Selbstwert zu tun. Durch den Vergleich stellt man fest, wieviel man selbst Wert sein soll.